Zahnimplantate
Unter einem Zahnimplantat versteht man eine künstliche Zahnwurzel, welche in den Kieferknochen eingepflanzt wird und dort mit dem umliegenden Knochengewebe verwächst.
Es wird also ein Metallstift in dem Kieferknochen verankert, an dem sich anschließend ein Ersatzzahn befestigen lässt, wodurch die Zahnlücke geschlossen wird. Neben ästhetischen Gründen kann das Zahnimplantat bei drohender/vorhandener Zahnlosigkeit eine Steigerung des Kaukomforts und des allgemeinen Wohlbefindens erzielen. Ebenso kann dadurch der bei Zahnverlust häufig drohende Knochenabbau vermieden werden. Indessen haben die Implantate auch ihr gesundheitliches Unbedenken und ihre lange Haltbarkeit unter Beweis gestellt.
Zwar gibt es keine Gewährleistung für das Einwachsen des Metallstiftes, jedoch ist die Erfolgsquote mit 95% sehr hoch. Zudem ist die Lebensdauer nicht eingeschränkt, sofern das Implantat nicht überlastet und durch entsprechende Zahnpflege, was nach zahnärztlicher Einweisung kein Problem sein sollte, entzündungsfrei gehalten wird.
Ihren Anfang hat die zahnmedizinische Implantation zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Nachdem zunächst Materialien wie Silber, Gold, Platin oder Blei verwendet wurden, bestehen die Zahnimplantate heutzutage größtenteils aus Titan und sind in den meisten Fällen schraubenförmig.
Bei der Operation selbst, wird zunächst mit einem Schnitt das Zahnfleisch an der erforderlichen Stelle geöffnet und der Knochen vorbereitet. Anschließend wird der Metallstift eingesetzt und die Wunde wieder verschlossen. Der unter Betäubung stehende Patient verspürt dabei keine Schmerzen, lediglich das Vibrieren der Geräte ist zu vernehmen.
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